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VPN auf dem iPhone einrichten – mit App oder von Hand

Ali Cetinkaya Zuletzt aktualisiert:

Diese Anleitung ist für alle, die zum ersten Mal ein VPN auf dem iPhone nutzen wollen – sei es im Café-WLAN, auf Reisen oder für den Zugang zum Firmennetz. Wir zeigen den allgemeinen Weg mit einer VPN-App, die konkreten Schritte bei NordVPN, Surfshark und Proton VPN sowie die manuelle Einrichtung ohne App in den iOS-Einstellungen. Dazu kommt, wie du Verbindungen verwaltest, trennst und sauber wieder löschst. Vorweg ehrlich: Ein VPN verschlüsselt die Verbindung zwischen deinem iPhone und dem VPN-Server und ersetzt deine IP-Adresse durch die des Servers. Es schützt nicht vor Phishing, macht dich nicht anonym, sobald du irgendwo eingeloggt bist, und ersetzt keine Updates. Ob du überhaupt eines brauchst, klärt unser Ratgeber zum Thema in Ruhe; hier geht es ums Einrichten.

Geprüft mit: Geprüft am 22.10.2026 mit iOS 26 und den aktuellen Hilfeseiten von NordVPN, Surfshark, Proton VPN und ExpressVPN sowie den Apple-Dokumenten zu VPN (Apple Platform Deployment), iCloud Privat-Relay und Netzwerkproblemen durch VPN-Software. Die deutsche Seite des iPhone-Benutzerhandbuchs zu VPN war nicht abrufbar; die deutschen Menünamen («VPN & Geräteverwaltung», «VPN-Konfiguration hinzufügen», «Entfernte ID») sind aus der deutschen iOS-Oberfläche übertragen, der Menüweg selbst stammt aus den iOS-Anleitungen von Surfshark und NordVPN. Die VPN-Apps nennen ihre Menüs teils englisch oder ändern Bezeichnungen mit Updates; wo wir den englischen Namen der Hilfeseite kennen, steht er in Klammern.

So geht es

Wähle dein Gerät oder Programm:

Mit VPN-App (alle Anbieter)

Der Ablauf ist bei allen grossen VPN-Apps gleich, weil iOS die Erlaubnis für VPN-Konfigurationen zentral regelt. Geprüft mit den iOS-Anleitungen von NordVPN, Surfshark, Proton VPN und ExpressVPN sowie Apples Übersicht zu VPN auf Apple-Geräten, Stand 22.10.2026.

  1. App laden und anmelden

    Öffne den App Store, suche den Namen deines Anbieters und tippe auf «Laden». Achte auf den echten Herausgeber (zum Beispiel Nord Security, Surfshark B.V. oder Proton AG) – im App Store gibt es viele Nachahmer. Öffne die App und melde dich mit deinem Konto an; bei Proton VPN kannst du auch ohne Konto als Gast starten. NordVPN und Surfshark bieten zusätzlich die Anmeldung über ein bereits eingeloggtes Gerät an.

  2. Erste Verbindung starten

    Tippe auf die grosse Verbinden-Taste – bei NordVPN heisst sie laut Hilfe «Secure my connection», bei Surfshark «Connect», bei Proton VPN wählst du «Fastest country» und dann «Connect». Die App wählt dann automatisch den schnellsten Server. Einen anderen Standort wählst du jederzeit in der Länderliste.

  3. iOS-Dialog erlauben

    Beim ersten Verbinden blendet iOS einen Systemdialog ein: «„Anbietername“ möchte VPN-Konfigurationen hinzufügen». Tippe auf «Erlauben» und bestätige mit Face ID, Touch ID oder deinem Code. Alle vier Anbieter schreiben dasselbe: Ohne dieses «Erlauben» kann die App keine Verbindung aufbauen. Technisch legt die App dabei eine VPN-Konfiguration an, die du später unter «Einstellungen» > «Allgemein» > «VPN & Geräteverwaltung» siehst.

  4. Verbindung prüfen

    Ist die Verbindung aufgebaut, zeigt die App einen grünen Status («Secured», «Connected» bzw. bei Proton VPN eine grüne Karte) und in der Statusleiste erscheint das Kürzel «VPN». Zur Kontrolle rufst du eine Website wie «Wie ist meine IP» auf: Sie sollte nun den Standort des VPN-Servers nennen, nicht deinen. Surfshark empfiehlt zusätzlich einen DNS-Leak-Test.

  5. Trennen

    Zum Trennen tippst du in der App auf dieselbe Taste noch einmal («Disconnect»). Alternativ öffnest du «Einstellungen» und schaltest den Schalter «VPN» aus, der dort erscheint, sobald eine Konfiguration installiert ist – diesen Weg beschreibt Proton VPN ausdrücklich. Achtung: Hast du Auto-Connect oder Always-on aktiviert, verbindet sich die App unter Umständen gleich wieder.

Was ein VPN auf dem iPhone wirklich bringt – und was nicht

Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel zwischen deinem iPhone und einem Server des Anbieters. Alles, was dein iPhone sendet, läuft durch diesen Tunnel; erst der Server schickt es weiter ins Internet. Daraus ergeben sich die zwei echten Vorteile: Im offenen WLAN eines Hotels, Flughafens oder Cafés sieht der Betreiber des Netzes nur noch verschlüsselte Daten zu einem einzigen Server, statt zu erkennen, welche Dienste du nutzt. Und Websites sehen die IP-Adresse des VPN-Servers statt deiner – wie du die eigene Adresse prüfst, zeigt (→ Eigene IP-Adresse herausfinden – und was sie über dich verrät). Deshalb lassen sich mit einem Server im Wunschland auch Inhalte abrufen, die dort gelten; ob ein Streaming-Dienst das zulässt, ist aber Sache des Dienstes und ändert sich laufend – versprechen können die Anbieter das nicht.

Was ein VPN nicht leistet: Es erkennt keine Phishing-Seiten und hält keine Schadsoftware auf, sofern der Anbieter nicht zusätzlich einen DNS-Filter wie NordVPNs Bedrohungsschutz, Surfsharks CleanWeb oder Protons NetShield mitliefert – und auch die blockieren nur bekannte Domains. Es macht dich nicht anonym: Sobald du bei Google, Instagram oder deinem E-Mail-Konto angemeldet bist, weiss der Dienst, wer du bist, egal welche IP-Adresse er sieht; Cookies erkennen dich auch ohne Login wieder, dazu (→ Cache und Cookies löschen – in jedem Browser, am Computer und am Handy). Und es verschiebt das Vertrauen: Statt des WLAN-Betreibers oder deines Mobilfunkanbieters sieht nun der VPN-Anbieter, welche Server du ansteuerst. Wie der Tunnel technisch funktioniert, was die Protokolle WireGuard, OpenVPN und IKEv2 unterscheidet und was Kill Switch und No-Logs bedeuten, erklärt unsere Erklärt-Seite (→ Was ist ein VPN? So funktioniert das virtuelle private Netzwerk).

Dazu kommt, dass der weitaus grösste Teil des Datenverkehrs ohnehin per HTTPS verschlüsselt ist – Safari warnt heute, wenn eine Seite es nicht ist. Der Inhalt deiner Verbindungen ist also auch ohne VPN vor dem WLAN-Betreiber geschützt; sichtbar bleiben ihm vor allem die Zieladressen. Ob dir ein VPN für den Alltag, nur für Reisen oder gar nicht nützt, wägt unser Ratgeber (→ Brauchst du 2026 wirklich ein VPN? Der ehrliche Ratgeber) ab.

iCloud Privat-Relay ist kein VPN – der Unterschied laut Apple

Wer iCloud+ abonniert hat, findet unter «Einstellungen» > Apple-Account > «iCloud» den Punkt «Privat-Relay». Apple beschreibt den Dienst so: Er schützt deine Privatsphäre beim Surfen in Safari (sinngemäss nach der englischen Apple-Seite). Deine Anfragen laufen über zwei getrennte Stationen – die erste betreibt Apple und sieht deine IP-Adresse, aber nicht die Website, weil die DNS-Anfrage verschlüsselt ist; die zweite betreibt ein Drittanbieter, der dir eine temporäre IP-Adresse zuteilt und die Website aufruft. Apples Ziel ist, dass keine einzelne Stelle – auch Apple nicht – gleichzeitig weiss, wer du bist und welche Seiten du besuchst.

Der Unterschied zum VPN liegt in der Reichweite: Privat-Relay gilt laut Apple für das Surfen in Safari (und für die DNS-Anfragen); Apps, die ihren eigenen Verkehr erzeugen, sind nicht gemeint. Dein Netzbetreiber sieht laut Apple weiterhin deine IP-Adresse – nur die Websites nicht. Ein Land kannst du nicht wählen, die temporäre Adresse bleibt in deiner Region. Und Privat-Relay ist nicht in allen Ländern verfügbar; in nicht unterstützten Regionen schaltet es sich automatisch aus. Apple räumt zudem ein, dass manche Websites bei verborgener IP-Adresse zusätzliche Schritte beim Anmelden verlangen und dass Geschwindigkeitstests niedrigere Werte anzeigen können.

Zur Kombination mit einem VPN äussert sich Apple für das iPhone nicht ausdrücklich. Für den Mac beschreibt Apple einen Hinweis, wonach einige Systemeinstellungen Privat-Relay verhindern, und nennt als mögliche Ursache Einstellungen, die eine Drittanbieter-App – etwa ein VPN oder eine Internet-Filtersoftware – installiert hat (sinngemäss nach der englischen Apple-Seite); um Privat-Relay zu nutzen, soll man diese App ausschalten oder entfernen. In der Praxis heisst das: Entweder VPN oder Privat-Relay, nicht beides. Für Nutzer, die nur in Safari ihre IP-Adresse vor Websites verbergen wollen und ohnehin iCloud+ haben, reicht Privat-Relay; wer Apps schützen, ein Land wählen oder im offenen WLAN den gesamten Verkehr verschlüsseln will, braucht ein VPN.

Kill Switch und Auto-Connect auf iOS – was die Anbieter sagen

Ein Kill Switch soll verhindern, dass dein iPhone nach einem Abbruch der VPN-Verbindung unbemerkt ungeschützt weiterfunkt. Proton VPN beschreibt die iOS-Variante so: Bricht die Verbindung unerwartet ab, blockiert das iPhone allen Internetverkehr, bis Proton VPN wieder verbunden ist; trennst du absichtlich, greift der Standard-Kill Switch nicht. Einschalten unter «Settings» > «Security options» > «Kill switch». Proton nennt zwei Einschränkungen ausdrücklich: Mit aktivem Kill Switch erreichst du keine Geräte im lokalen Netz, und einzelne DNS-Anfragen von Apple-Diensten können trotz Kill Switch am VPN vorbeigehen. Einen «Advanced kill switch», der nur mit Proton VPN überhaupt Internet zulässt und einen Neustart überdauert, führt Proton für iOS als Beta.

Surfshark listet den Kill Switch in seiner Funktionsübersicht auch für iOS auf: Er kappt den Internetzugang, wenn das VPN unerwartet abbricht. ExpressVPN bietet unter «Profile» > «Internet Kill Switch» die Stufen «Standard» und «Advanced»; die erweiterte Stufe blockiert laut ExpressVPN jeglichen Netzverkehr bei VPN-Abbruch und kann AirDrop und CarPlay beeinträchtigen. NordVPN nennt auf seiner iOS-Hilfeseite keinen Kill Switch, sondern die Option «Prevent VPN bypass», die allen Verkehr durch den Tunnel leitet. Ein Grund für die unterschiedlichen Umsetzungen: Eine systemweite, dauerhaft erzwungene VPN-Pflicht kennt iOS laut Apple Platform Deployment nur als «Always On VPN» für IKEv2 auf verwalteten Geräten, bei der ohne Tunnel aller IP-Verkehr verworfen wird – Apps bauen ihre Kill-Switch-Varianten innerhalb der Grenzen, die Apple ihnen lässt.

Auto-Connect ist die bequemere Ergänzung: Das VPN verbindet sich automatisch, sobald du ins WLAN oder ins Mobilfunknetz gehst. NordVPN bietet «Always» oder «On Wi-Fi networks» plus eine Liste vertrauenswürdiger Netze, in denen das VPN aus bleibt. Surfshark schaltet Auto-Connect unter «Settings» > «VPN Settings» ein und nutzt auf iOS den zuletzt gewählten Standort. Bei Proton VPN ist «Always-on VPN» auf iOS fest aktiv und stellt eine abgebrochene Verbindung von selbst wieder her. Für den Alltag empfiehlt sich: Auto-Connect im WLAN ein, Heimnetz als vertrauenswürdig ausnehmen, Kill Switch nur, wenn du wirklich keine ungeschützte Sekunde willst – und dafür Drucker und AirPlay im Heimnetz in Kauf nimmst.

Akku, Tempo, Mobilfunk: Was das Protokoll ausmacht

Jedes VPN kostet Rechenleistung fürs Verschlüsseln und einen Umweg über den Server des Anbieters – beides macht sich in Akkuverbrauch und Reaktionszeit bemerkbar. Wie stark, hängt vor allem vom Protokoll ab. NordVPN empfiehlt NordLynx, seine WireGuard-Variante, als schnellstes Protokoll und begründet das unter anderem mit dem schlanken Code: rund 4'000 Zeilen bei WireGuard gegenüber rund 400'000 bei OpenVPN. Surfshark bietet auf iOS WireGuard sowie OpenVPN (UDP und TCP), Proton VPN lässt das Protokoll unter «Settings» wählen. IKEv2, das iOS für manuelle Verbindungen eingebaut hat, gilt dank MOBIKE als robust beim Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk – Apple führt diese Funktion in seiner Protokollübersicht auf.

Eigene Messungen haben wir nicht gemacht. In den Tests von TechRadar an einer 10-Gbit-Leitung kam NordVPN mit NordLynx auf 1'427 Mbit/s, mit OpenVPN auf 633 Mbit/s; Surfshark erreichte mit WireGuard im Mittel 2'005 Mbit/s, mit OpenVPN 625 Mbit/s (jeweils Test vom 06.10.2026). Die Zahlen stammen aus Desktop-Messungen und sagen für ein iPhone im Mobilfunknetz vor allem eines: WireGuard-basierte Protokolle sind in diesen Tests zwei- bis dreimal schneller als OpenVPN, und die Anbieter-Server sind in der Praxis nicht der Engpass. Details und Einordnung stehen in (→ NordVPN Test 2026: Lohnt sich der Marktführer noch?) und (→ Surfshark Test 2026: Günstig, aber auch gut?).

Für den Akku gilt: Dauerhaft aktives VPN mit Auto-Connect hält eine Verbindung offen, die bei jedem Netzwechsel neu ausgehandelt wird – das kostet mehr als eine Verbindung, die du nur im fremden WLAN einschaltest. Belastbare Prozentwerte nennt keiner der Anbieter, deshalb nennen wir auch keine. Im Mobilfunknetz funktioniert ein VPN genauso wie im WLAN; auf Reisen im Roaming zählt das verschlüsselte Datenvolumen ganz normal zu deinem Kontingent, bei einer Reise-eSIM (→ Was ist eine eSIM? So funktioniert die digitale SIM-Karte) ebenso. Blockiert ein Hotel- oder Firmen-WLAN VPN-Verbindungen, hilft laut NordVPN das Protokoll NordWhisper, Surfshark nennt dafür den Modus «NoBorders».

Probleme: VPN verbindet nicht, kein Internet, Symbol bleibt

Verbindet die App nicht, raten Surfshark und NordVPN übereinstimmend zu denselben ersten Schritten: anderen Server oder anderes Land wählen statt der Schnellverbindung, dann das Protokoll wechseln – bei Surfshark unter «Settings» > «VPN Settings» > «Protocol» (WireGuard, OpenVPN UDP, OpenVPN TCP), bei NordVPN unter «Settings» > «Protocol», wo du laut Hilfe alle verfügbaren Protokolle durchprobieren sollst. NordVPN empfiehlt zusätzlich, «Post-quantum encryption» vorübergehend auszuschalten, Meshnet zu deaktivieren und in restriktiven Netzen einen verschleierten Server zu nehmen. Beide Anbieter: App aktualisieren oder neu installieren, andere VPN-Apps entfernen, iPhone neu starten und prüfen, ob das Problem in einem anderen Netz oder auf einem anderen Gerät auch auftritt.

Kein Internet trotz «verbunden»: Oft stimmt der Server oder das Protokoll nicht zur Netzumgebung – Protokollwechsel hilft am häufigsten. Surfshark weist darauf hin, dass sein Dienst kein IPv6 unterstützt und sich IPv6 auf dem iPhone nicht abschalten lässt; Abhilfe schafft dort nur das Abschalten von IPv6 im Router. Bleibt das «VPN»-Kürzel in der Statusleiste, obwohl die App getrennt ist, steckt meist eine zweite Konfiguration oder ein hängengebliebenes Profil dahinter: Prüfe unter «Einstellungen» > «Allgemein» > «VPN & Geräteverwaltung», welche Konfigurationen und Profile installiert sind, und lösche, was du nicht brauchst. Apple rät bei Netzwerkproblemen, in den Einstellungen nach «VPN» und «Profil» zu suchen und die betroffenen Einträge zu entfernen.

Als letzte Stufe nennen NordVPN und Apple das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen («Einstellungen» > «Allgemein» > «iPhone übertragen/zurücksetzen» > «Zurücksetzen» > «Netzwerkeinstellungen») mit anschliessendem Neustart; danach sind WLAN-Passwörter und VPN-Einstellungen weg. NordVPN bietet in der App ausserdem «Reset VPN profile», das nur die eigene Konfiguration erneuert. Hilft alles nichts, wollen die Anbieter die Verbindungsprotokolle der App sehen – NordVPN beschreibt, wie du sie auf dem iPhone sammelst – und bieten Support per Chat oder E-Mail an. Und: Halte iOS aktuell; Apple nennt veraltete oder fremde Netzwerk-Software als häufige Ursache für Verbindungsprobleme bis hin zu iMessage und iCloud-Backups.

Welcher Anbieter für das iPhone? Preise und Einordnung

Alle hier gezeigten Apps laufen auf aktuellen iPhones; NordVPN, Surfshark und Proton VPN verlangen iOS 17 oder neuer (NordVPN verweist auf seine Liste unterstützter Versionen), ExpressVPN iOS 15. Technisch unterscheiden sie sich auf dem iPhone weniger als am Desktop, weil iOS den Rahmen setzt. Unterschiede liegen beim Gerätelimit, beim Preis, bei Zusatzfunktionen wie Werbefilter und Dark-Web-Monitor und bei der Frage, ob es einen brauchbaren Gratis-Plan gibt. Diese Einordnung ist eine Auswertung der Preisseiten und Hilfeseiten, kein eigener Praxistest.

Preise (US-Dollar, ohne Steuern, bei der langen Laufzeit, danach gilt der Normalpreis): NordVPN kostet im Paket über 2 Jahre plus 3 Monate 3,49 $ pro Monat für Basic, 3,99 $ für Complete und 6,99 $ für Prime, für 10 Geräte, mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie – das sind die Preise der Black-Friday-Aktion, die laut NordVPN vom 21.10. bis 09.12.2026 läuft (nordvpn.com, geprüft 22.10.2026; Basic kostete schon vor der Aktion 3,49 $, Complete und Prime 4,49 $ und 7,49 $). Surfshark verlangt über 2 Jahre 2,49 $ pro Monat für Starter wie für One und 3,99 $ für One+, ohne Gerätelimit, ebenfalls mit 30 Tagen Geld zurück (surfshark.com, geprüft 21.10.2026). Proton VPN Plus kostet 3,49 $ pro Monat über 24 Monate, 3,99 $ über 12 Monate oder 9,99 $ monatlich, für 10 Geräte; der Gratis-Plan ist auf ein Gerät beschränkt (geprüft 12.10.2026). ExpressVPN Basic liegt über 2 Jahre plus 4 Monate bei 2,99 $ pro Monat mit 30 Tagen Geld zurück (geprüft 12.10.2026).

Daraus folgt eine einfache Faustregel: Wer nur gelegentlich im fremden WLAN ein VPN will und mit einem nicht wählbaren Serverland leben kann, ist mit Proton VPN Free gut bedient – ohne Datenlimit, aus Genf, ohne Werbung. Wer mehrere Geräte der Familie schützen will, fährt mit Surfshark am günstigsten; unsere Auswertung steht in (→ Surfshark Test 2026: Günstig, aber auch gut?). NordVPN ist teurer, bringt dafür Dark-Web-Monitor und den Bedrohungsschutz mit und schneidet in Fachtests sehr gut ab, erntet aber Kritik an Verlängerungspreisen und Abrechnung – Details in (→ NordVPN Test 2026: Lohnt sich der Marktführer noch?). Den Gesamtüberblick mit allen Anbietern findest du unter (→ /vpn).

Gut zu wissen

  • Den iOS-Dialog «möchte VPN-Konfigurationen hinzufügen» siehst du nur einmal pro App. Lehnst du ab, verbindet die App nie – dann App löschen, neu installieren und beim nächsten Versuch «Erlauben» tippen.
  • Zwei VPN-Apps gleichzeitig funktionieren nicht: iOS verbindet immer nur eine Konfiguration. Surfshark und NordVPN raten bei Problemen, andere VPN-Apps zu entfernen.
  • Heimnetz als vertrauenswürdig markieren (NordVPN: «Trusted networks») oder «Local Network Discovery» bzw. «Allow LAN connections» einschalten, sonst findest du mit aktivem VPN Drucker, Fernseher und AirPlay-Geräte nicht – mit Protons Kill Switch geht das laut Hilfe gar nicht.
  • Im App Store auf den Herausgeber achten: Nord Security, Surfshark B.V., Proton AG. Gratis-VPN-Apps unbekannter Anbieter verdienen mit deinen Daten oder Werbung; ein seriöser Gratis-Plan ist der von Proton VPN.
  • WireGuard oder NordLynx wählen, wenn Tempo zählt; OpenVPN TCP oder NordWhisper, wenn ein Hotel- oder Firmen-WLAN das VPN blockiert.
  • Privat-Relay (iCloud+) schützt laut Apple nur Safari und lässt deinen Netzbetreiber deine IP-Adresse weiterhin sehen – es ersetzt kein VPN, und beides zusammen funktioniert laut Apples Mac-Hinweis nicht.

FAQ

Ist ein VPN auf dem iPhone sinnvoll?

Im offenen WLAN von Hotels, Flughäfen und Cafés ja: Der Netzbetreiber sieht dann nur verschlüsselten Verkehr zu einem Server statt deiner Zieladressen, und Websites sehen nicht deine IP-Adresse. Zu Hause im eigenen WLAN oder im Mobilfunknetz bringt es deutlich weniger, weil der grösste Teil des Verkehrs ohnehin per HTTPS verschlüsselt ist. Vor Phishing schützt es nicht, anonym macht es dich nicht. Eine ausführliche Abwägung steht in (→ Brauchst du 2026 wirklich ein VPN? Der ehrliche Ratgeber).

Kostet ein VPN Akku?

Ja, Verschlüsselung und eine dauerhaft offene Verbindung kosten Energie – besonders mit Auto-Connect und bei häufigen Netzwechseln. Belastbare Prozentzahlen nennt keiner der Anbieter, deshalb nennen wir auch keine. Sparen kannst du, indem du ein WireGuard-basiertes Protokoll (NordLynx, WireGuard) nutzt, Auto-Connect auf WLAN beschränkst und das Heimnetz als vertrauenswürdig ausnimmst.

Warum zeigt mein iPhone «VPN», obwohl die App aus ist?

Dann ist noch eine andere Konfiguration aktiv: entweder eine zweite VPN-App, ein Firmen- oder Schulprofil oder ein Rest einer gelöschten App. Prüfe unter «Einstellungen» > «Allgemein» > «VPN & Geräteverwaltung», welche Konfigurationen und Profile installiert sind, und lösche, was du nicht kennst. Apple weist darauf hin, dass eine Einstellung zurückkehren kann, solange die App, die sie angelegt hat, noch installiert ist. Als letzte Stufe setzt du die Netzwerkeinstellungen zurück.

Kann ich das VPN immer anlassen?

Technisch ja – mit Auto-Connect oder Protons festem Always-on läuft es dauerhaft. Rechne mit etwas mehr Akkuverbrauch, gelegentlichen Captchas und Anmeldehürden auf Websites und damit, dass Geräte im Heimnetz (Drucker, AirPlay) ohne Ausnahme für das lokale Netz nicht erreichbar sind. Viele Nutzer fahren besser mit Auto-Connect nur in fremden WLAN und dem Heimnetz als vertrauenswürdiger Ausnahme.

Funktioniert das VPN auch im Mobilfunknetz und im Roaming?

Ja, ein VPN arbeitet im Mobilfunknetz genauso wie im WLAN; NordVPN bietet Auto-Connect mit «Always» ausdrücklich für alle Netze an. Das verschlüsselte Datenvolumen zählt normal zu deinem Kontingent, auch im Roaming oder mit einer Reise-eSIM (→ Was ist eine eSIM? So funktioniert die digitale SIM-Karte). Wechselt das iPhone zwischen WLAN und Mobilfunk, baut die App die Verbindung neu auf; Protons Always-on und IKEv2 mit MOBIKE sind dafür ausgelegt.

Ist das iPhone-VPN von Apple (Privat-Relay) ein VPN?

Nein. iCloud Privat-Relay (Teil von iCloud+) schützt laut Apple das Surfen in Safari über zwei Zwischenstationen, sodass keine Stelle gleichzeitig deine IP-Adresse und die besuchten Websites kennt. Dein Netzbetreiber sieht deine IP-Adresse weiterhin, Apps ausser Safari sind nicht erfasst, ein Land kannst du nicht wählen. Für den gesamten Verkehr des iPhones brauchst du ein VPN – und laut Apples Hinweis für den Mac vertragen sich VPN-Einstellungen und Privat-Relay nicht.

Gibt es ein gutes kostenloses VPN fürs iPhone?

Proton VPN Free: laut Proton ohne Datenlimit, ohne Tempodrossel und ohne Werbung, mit Gratis-Servern in zehn Ländern (darunter die Schweiz), aus Genf, nutzbar sogar ohne Konto als Gast. Das Land wählst du dabei nicht selbst, und laut Preisseite gilt der Plan für ein Gerät. Von anderen Gratis-VPN-Apps unbekannter Herkunft raten wir ab: Wer keinen Preis zahlt, zahlt oft mit seinen Daten. Die Bezahlpläne aller Anbieter stehen in (→ /vpn).

Wie lösche ich ein VPN vollständig vom iPhone?

Erst in der App trennen und Auto-Connect ausschalten, dann die App löschen. Prüfe anschliessend unter «Einstellungen» > «Allgemein» > «VPN & Geräteverwaltung» > «VPN», ob die Konfiguration noch da ist, und entferne sie über die Info-Taste mit «VPN löschen». Zertifikate oder Profile, die du für eine manuelle Verbindung installiert hast, löschst du im selben Menü. Bleibt das «VPN»-Kürzel trotzdem, setze die Netzwerkeinstellungen zurück.

Unser Fazit
Noch kein VPN-Anbieter?

Unsere Auswertung zu NordVPN nimmt Preise, Fachtests, Nutzerbewertungen und die Schwächen bei Verlängerung und Abrechnung auseinander – ohne eigenen Praxistest, aber mit allen Zahlen und Prüfdaten. Wer mehrere Geräte schützen will oder weniger zahlen möchte, findet dort auch die Einordnung zu Surfshark.

Zur Auswertung: NordVPN 2026

Quellen

Ali Cetinkaya
Gründer & Herausgeber

Ali Cetinkaya ist Wirtschaftsinformatiker mit über 15 Jahren Erfahrung in IT und Online-Marketing. Für DealsScout wertet er Tarife, Tools und Deals aus – ehrlich, transparent und ohne Fachchinesisch.

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