Cache und Cookies löschen – in jedem Browser, am Computer und am Handy

Ali Cetinkaya Zuletzt aktualisiert:

Eine Website zeigt ein altes Layout, ein Login klemmt oder eine Fehlermeldung verschwindet nicht: In solchen Fällen hilft es oft, Cache und Cookies zu löschen. Diese Anleitung zeigt den Weg in Chrome, Safari, Firefox und Edge am Computer sowie auf iPhone, iPad und Android – mit den Menübezeichnungen aus den aktuellen Hilfeseiten der Hersteller. Sie richtet sich an alle, die das zum ersten Mal machen oder sich nicht sicher sind, was dabei verloren geht.

Geprüft mit: Geprüft im Oktober 2026 mit den Hilfeseiten von Google, Apple, Mozilla, Microsoft und Samsung; Menünamen können je nach Browser-Version, Gerät und Systemsprache leicht abweichen.

So geht es

Wähle dein Gerät oder Programm:

Chrome (Windows, Mac)

Geprüft mit der Google-Chrome-Hilfe, Stand 20.10.2026. Der Weg ist unter Windows und auf dem Mac gleich.

  1. Fenster «Browserdaten löschen» öffnen

    Klicke oben rechts auf das Dreipunkt-Menü und wähle «Browserdaten löschen». Schneller geht es laut Google, indem du «Browserdaten löschen» in die Adressleiste tippst und den vorgeschlagenen Aktions-Chip anklickst.

  2. Zeitraum wählen

    Wähle neben «Zeitraum» die Spanne, die gelöscht werden soll: «Letzte Stunde», «Letzte 24 Stunden», «Letzte 7 Tage», «Letzte 4 Wochen» oder «Gesamte Zeit». Für ein hartnäckiges Problem nimmst du «Gesamte Zeit».

  3. Cookies und Cache anhaken

    Setze ein Häkchen bei «Cookies und andere Websitedaten» und bei den im Cache gespeicherten Bildern und Dateien. Unter «Erweitert» siehst du weitere Datentypen; Passwörter und Formulardaten lässt du am besten abgewählt.

  4. Löschen bestätigen

    Klicke auf «Daten löschen». Danach bist du auf den meisten Websites abgemeldet; dein Google-Konto in Chrome selbst bleibt laut Google angemeldet, solange du dich nicht aus Chrome abmeldest.

  5. Nur eine Website bereinigen

    Willst du nicht alles löschen: «Einstellungen» > «Datenschutz und Sicherheit» > «Drittanbieter-Cookies» > «Alle Websitedaten und -berechtigungen ansehen», dort die Website suchen und auf «Löschen» klicken.

Was Cache und Cookies sind – und was das Löschen bewirkt

Der Cache ist der Zwischenspeicher des Browsers. Darin liegen Bilder, Schriften, Stylesheets und Skripte von Websites, die du schon einmal besucht hast. Beim nächsten Besuch muss der Browser diese Teile nicht erneut laden, die Seite erscheint schneller. Problematisch wird es, wenn eine Website sich geändert hat, der Browser aber noch die alte Kopie aus dem Cache verwendet.

Cookies sind kleine Textdateien, die eine Website in deinem Browser ablegt. Sie merken sich, dass du eingeloggt bist, was im Warenkorb liegt, welche Sprache du gewählt hast oder ob du ein Cookie-Banner schon weggeklickt hast. Daneben gibt es Cookies, die dich über mehrere Websites hinweg wiedererkennen, vor allem für Werbung.

Nach dem Löschen bist du auf den meisten Websites abgemeldet, Warenkörbe sind leer, Cookie-Banner erscheinen erneut, und Seiten laden beim ersten Aufruf etwas langsamer, weil der Browser alles frisch holt. Gespeicherte Passwörter bleiben erhalten, solange du das entsprechende Kästchen nicht anhakst. Wer viele Logins hat, ist mit einem Passwort-Manager auf der sicheren Seite (→ Beste Passwort-Manager 2026: 1Password, NordPass, Bitwarden und Proton Pass im Vergleich).

Wann das Löschen hilft – und wann nicht

Löschen hilft, wenn eine Website falsch oder unvollständig geladen wird, ein altes Layout zeigt, nach einem Update seltsame Fehler meldet oder ein Login in einer Schleife hängt. Auch wenn ein Online-Shop einen Rabattcode nicht annimmt oder ein Formular sich nicht abschicken lässt, ist ein frischer Start oft die Lösung. Teste zuerst im Privatmodus: Funktioniert die Seite dort, liegt es fast sicher an Cache oder Cookies.

Nicht helfen wird es gegen eine langsame Internetverbindung, gegen Störungen beim Anbieter oder gegen Werbung und Pop-ups, die von einer installierten Erweiterung kommen. Es entfernt auch keine Schadsoftware vom Gerät; dafür brauchst du einen Virenscanner. Und es macht den Browser dauerhaft nicht schneller, im Gegenteil: Direkt nach dem Löschen laden bekannte Seiten einmalig langsamer.

Ein Wort zu VPNs: Ein VPN verschleiert deine IP-Adresse, ersetzt aber das Löschen von Cookies nicht. Was dich über Cookies wiedererkennt, tut das auch mit VPN. Welche Rolle ein VPN wirklich spielt, erklären wir unter (→ Brauchst du 2026 wirklich ein VPN? Der ehrliche Ratgeber).

Nur die Cookies einer einzelnen Website löschen

Oft reicht es, nur eine problematische Website zu bereinigen. Dann bleibst du überall sonst angemeldet. Alle grossen Browser bieten dafür eine Liste der gespeicherten Websitedaten mit Suchfeld.

In Chrome am Computer findest du sie unter «Einstellungen» > «Datenschutz und Sicherheit» > «Drittanbieter-Cookies» > «Alle Websitedaten und -berechtigungen ansehen»; auf Android über das Seiteninfo-Symbol in der Adressleiste > «Cookies und Websitedaten». In Firefox heisst der Weg «Datenschutz & Sicherheit» > «Daten verwalten…», oder du klickst auf das Symbol links neben der Adressleiste und wählst «Cookies und Website-Daten löschen…». In Edge gehst du über «Datenschutz, Suche und Dienste» > «Cookies» > «Alle Cookies und Websitedaten anzeigen».

In Safari auf dem Mac markierst du die Website unter «Datenschutz» > «Websitedaten verwalten» und klickst auf «Entfernen». Auf dem iPhone findest du die Liste unter «Einstellungen» > «Apps» > «Safari» > «Erweitert» > «Websitedaten».

Automatisch löschen und vorbeugen

Firefox und Edge können Cookies und Cache bei jedem Schliessen des Browsers automatisch löschen. In Firefox: «Datenschutz & Sicherheit» > Abschnitt «Chronik» > «Firefox wird eine Chronik nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen» > «Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird» > «Einstellungen…» und dort die gewünschten Datentypen anhaken. In Edge: «Datenschutz, Suche und Dienste» > «Browserdaten löschen» > «Bei jedem Schliessen des Browsers auswählen, was gelöscht werden soll». Der Nachteil liegt auf der Hand: Du musst dich jedes Mal überall neu anmelden, und jedes Cookie-Banner kommt wieder.

Der Privatmodus (in Chrome «Inkognito», in Safari «Privates Surfen») speichert Cookies und Cache nur für die Dauer des Fensters und verwirft sie danach. Er eignet sich für Tests und für Logins an fremden Geräten, macht dich aber nicht anonym: Dein Internetanbieter, der Arbeitgeber im Firmennetz und die besuchten Websites sehen weiterhin, was du aufrufst.

Tracking-Schutz ist der mildere Weg: Safari («Websiteübergreifendes Tracking verhindern») und Firefox (Standard-Schutz mit «Total Cookie Protection») isolieren oder blockieren Cookies von Drittanbietern von Haus aus, ohne dass du Logins verlierst. In Chrome kannst du unter «Datenschutz und Sicherheit» > «Drittanbieter-Cookies» die Option «Drittanbieter-Cookies blockieren» wählen. Alle Cookies komplett zu blockieren ist dagegen selten sinnvoll: Apple warnt, dass dann manche Websites nicht mehr funktionieren und Logins scheitern können.

Stand bei Drittanbieter-Cookies 2026

Drittanbieter-Cookies stammen nicht von der Website, die du gerade besuchst, sondern von eingebetteten Diensten, meist Werbenetzwerken. Sie sind der Hauptgrund, warum dich Werbung quer durchs Netz verfolgt.

Google hatte über Jahre angekündigt, diese Cookies in Chrome abzuschaffen, und den Plan mehrfach verschoben. Im April 2025 gab Google bekannt, den bisherigen Ansatz beizubehalten und keinen eigenen Hinweis zur Wahl einzublenden: Drittanbieter-Cookies bleiben in Chrome standardmässig erlaubt, du kannst sie aber in den Einstellungen unter «Datenschutz und Sicherheit» blockieren. Im Inkognito-Modus sind sie bereits standardmässig blockiert.

Safari und Firefox gehen einen anderen Weg: Safari verhindert websiteübergreifendes Tracking von Haus aus, Firefox isoliert mit «Total Cookie Protection» im Standardmodus die Cookies jeder Website in einem eigenen Behälter, sodass Tracker dich nicht über mehrere Websites hinweg wiedererkennen können. Wer in Chrome ähnlich geschützt sein will, muss das Blockieren selbst einschalten.

Gut zu wissen

  • Vor dem Löschen prüfen, ob du alle wichtigen Passwörter kennst oder in einem Passwort-Manager hast (→ Beste Passwort-Manager 2026: 1Password, NordPass, Bitwarden und Proton Pass im Vergleich) – nach dem Löschen bist du fast überall abgemeldet.
  • Beim Zeitraum «Gesamte Zeit» bzw. «Alles» wählen, wenn ein Problem gelöst werden soll; kürzere Zeiträume reichen meist nicht.
  • Das Kästchen für Passwörter bzw. gespeicherte Zugangsdaten leer lassen, sonst sind gespeicherte Logins weg.
  • Zum Testen zuerst den Privatmodus nutzen: Funktioniert die Seite dort, ist das Löschen die richtige Massnahme.
  • Betrifft das Problem nur eine Website, lieber nur deren Cookies löschen statt alle – so bleiben die übrigen Logins erhalten.
  • In Edge mit eingeschalteter Synchronisierung werden die Daten auf allen verbundenen Geräten gelöscht; vorher die Synchronisierung pausieren, wenn du das nicht willst.

FAQ

Was passiert, wenn ich den Cache lösche?

Der Browser verwirft die gespeicherten Kopien von Bildern, Skripten und Seitenteilen und lädt sie beim nächsten Besuch frisch vom Server. Dadurch verschwinden veraltete Darstellungen und viele Ladefehler. Logins und Einstellungen bleiben erhalten, solange du nur den Cache und nicht die Cookies löschst.

Werden beim Löschen der Cookies auch Passwörter gelöscht?

Nein, solange du das Kästchen für Passwörter bzw. Zugangsdaten nicht anhakst. Cookies halten dich eingeloggt, die gespeicherten Passwörter liegen separat im Browser. Auf dem iPhone bleiben laut Apple auch die Daten zum automatischen Ausfüllen erhalten. Du musst dich aber nach dem Löschen überall neu anmelden.

Wie oft sollte man Cookies löschen?

Es gibt keinen festen Rhythmus. Lösche, wenn eine Website Probleme macht, wenn du ein Gerät weitergibst oder wenn du Tracking-Cookies loswerden willst. Wer vorbeugen will, schaltet lieber den Tracking-Schutz des Browsers ein oder lässt Firefox bzw. Edge die Daten beim Schliessen automatisch entfernen.

Wie leere ich den Cache auf dem Handy?

Auf dem iPhone über «Einstellungen» > «Apps» > «Safari» > «Verlauf und Websitedaten löschen»; nur Cache und Cookies ohne Verlauf unter «Erweitert» > «Websitedaten» > «Alle Websitedaten entfernen». Auf Android in Chrome über das Dreipunkt-Menü > «Browserdaten löschen», Zeitraum wählen, Cache und Cookies anhaken, «Daten löschen».

Wie lösche ich Cookies am Samsung-Handy?

In Samsung Internet über das Menü in der Symbolleiste > «Einstellungen» > «Persönliche Browserdaten» > «Browserdaten löschen», dann «Cookies und Websitedaten» und «Bilder und Dateien im Cache» anhaken und auf «Daten löschen» tippen (ältere Geräte: «Datenschutz und Sicherheit» > «Browserdaten löschen»). Nutzt du Chrome auf dem Samsung, gilt der Android-Weg über das Dreipunkt-Menü > «Browserdaten löschen».

Macht das Löschen den Browser schneller?

Dauerhaft nicht. Der Cache ist gerade dazu da, Seiten schneller zu laden; direkt nach dem Leeren sind bekannte Seiten einmalig langsamer. Schneller wird ein Browser eher durch weniger Erweiterungen, weniger offene Tabs und ein Update auf die aktuelle Version.

Werde ich nach dem Löschen aus meinem Google-Konto ausgeloggt?

Auf Websites wie Gmail oder YouTube ja. In Chrome selbst bleibst du laut Google angemeldet, solange du dich nicht aus Chrome abmeldest. In Edge mit Synchronisierung werden die gelöschten Daten zudem auf allen Geräten entfernt, auf denen du mit demselben Microsoft-Konto angemeldet bist.

Reicht es, nur die Cookies einer Website zu löschen?

Meistens ja, wenn nur diese Website Probleme macht. Jeder Browser hat eine Liste der gespeicherten Websitedaten mit Suchfeld, in der du einzelne Einträge entfernen kannst. So bleibst du bei allen anderen Diensten angemeldet.

Unser Fazit
Nach dem Löschen überall neu anmelden?

Wer Cookies löscht, fliegt aus allen Logins. Mit einem Passwort-Manager ist das kein Problem: Er füllt Zugangsdaten mit einem Klick wieder aus und du kannst Cookies jederzeit löschen, ohne ein Passwort zu suchen. Wir haben die gängigen Anbieter verglichen.

Zum Passwort-Manager-Vergleich

Quellen

Ali Cetinkaya
Gründer & Herausgeber

Ali Cetinkaya ist Wirtschaftsinformatiker mit über 15 Jahren Erfahrung in IT und Online-Marketing. Für DealsScout wertet er Tarife, Tools und Deals aus – ehrlich, transparent und ohne Fachchinesisch.

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