Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Google einrichten – Aufforderung, App, Schlüssel oder Passkey
Diese Anleitung ist für alle, die ihr Google-Konto – und damit Gmail, Fotos, YouTube, Drive und den Google Passwortmanager – mit einem zweiten Faktor absichern wollen. Google nennt die Funktion auf der deutschen Hilfeseite inzwischen «2-Faktor-Authentifizierung» und erwähnt den alten Namen «Bestätigung in zwei Schritten» nur noch in Klammern; gemeint ist dasselbe. Wir zeigen den Weg auf Android, iPhone und Computer, erklären die fünf Methoden vom Push bis zum Passkey, zeigen, wie du Backup-Codes und Wiederherstellung einrichtest, und was Betrüger tun, um den zweiten Faktor trotzdem auszuhebeln. Vorweg ehrlich: Das ist kein eigener Praxistest, sondern eine Auswertung. Grundlage sind die deutschen Hilfeseiten von Google, die Wochenrückblicke und die Technologiebetrachtung des Schweizer Bundesamts für Cybersicherheit BACS sowie die Empfehlungen des deutschen BSI, alle geprüft am 29.10.2026. Menünamen übernehmen wir so, wie sie auf den Hilfeseiten stehen; Google weist selbst darauf hin, dass diese Seiten teilweise maschinell übersetzt sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Schritt für Schritt
- 2. Warum der zweite Faktor – und warum zuerst beim Google-Konto
- 3. Welche Methode ist wie sicher? Die BACS-Sicherheitsklassen
- 4. Passkey statt Passwort: Googles Standard seit Oktober 2023
- 5. Smartphone verloren: so kommst du wieder ins Konto
- 6. Dasselbe Prinzip für Apple, Microsoft, Bank und Social Media
- 7. Für besonders Gefährdete: Googles erweitertes Sicherheitsprogramm
- 8. Gut zu wissen
- 9. FAQ
- 10. Quellen
So geht es
Wähle dein Gerät oder Programm:
Android: im Google-Konto einschalten
Geprüft mit der Android-Fassung der Google-Hilfeseiten «2-Faktor-Authentifizierung aktivieren» und «Mit Backup-Codes anmelden», Stand 29.10.2026. Die Menünamen stammen wörtlich aus diesen Seiten. Auf Android bekommst du Aufforderungen von Google ohne zusätzliche App, weil das Gerät ohnehin mit deinem Konto angemeldet ist.
Kontoeinstellungen öffnen
Öffne auf dem Android-Smartphone oder -Tablet die «Einstellungen» und tippe auf «Google» und dann auf «Google-Konto verwalten». Auf manchen Geräten steht der Weg laut Google-Hilfe stattdessen unter dem Namen deines Kontos: Tippe auf den Namen, noch einmal auf den Namen und dann auf «Google-Konto verwalten». Eventuell musst du dich anmelden.
«Sicherheit und Anmeldung» wählen
Tippe oben auf den Reiter «Sicherheit und Anmeldung». Dort findest du den Abschnitt «So melden Sie sich in Google an» mit Passwort, Passkeys und dem zweiten Schritt. Bei einem Konto von Arbeitgeber oder Schule funktionieren die folgenden Schritte laut Google unter Umständen nicht – dann hilft dir die Administratorin oder der Administrator.
«2-Faktor-Authentifizierung aktivieren»
Tippe unter «So melden Sie sich in Google an» auf «2-Faktor-Authentifizierung aktivieren» und folge der Anleitung auf dem Bildschirm. Google fragt dabei nach einer Telefonnummer als Ersatzweg; die Codes per SMS oder Anruf sind sechsstellig. Laut Google kann es bis zu 7 Tage dauern, bis eine neu hinzugefügte Nummer als vertrauenswürdig gilt – ein vorhandener Passkey oder Sicherheitsschlüssel kann das beschleunigen.
Aufforderung von Google als Standard
Wenn du dich nicht gleich mit einem Passkey anmelden willst, empfiehlt Google die Aufforderung aufs Smartphone als zweiten Schritt: Bei jeder Anmeldung erscheint eine Push-Benachrichtigung mit Gerät, Standort und Uhrzeit des Versuchs, und du tippst auf «Ja» oder «Nein». Dafür braucht das Android-Gerät laut Hilfe die aktuelle Version der Google Play-Dienste, eine Internetverbindung und darf nicht auf «Bitte nicht stören» stehen. Die Aufforderung schützt laut Google besser vor SIM-Swapping als ein SMS-Code, weil sie nur an angemeldete Geräte geht.
Abschliessen und Ersatz anlegen
Gehe nach dem Einschalten im selben Bereich auf «2-Faktor-Authentifizierung» und erzeuge unter «Back-up-Codes» mit «Weiter» und «Back-up-Codes abrufen» deine zehn Ersatzcodes – wie du sie aufbewahrst, steht im Reiter «Backup-Codes und Wiederherstellung». Das Kästchen «Auf diesem Gerät nicht mehr fragen» beim Anmelden setzt du laut Google nur auf Geräten, die du regelmässig und allein benutzt. Ausschalten kannst du die Funktion später im selben Menü mit «Deaktivieren» – wir und das BSI raten davon ab.
iPhone und iPad: mit Gmail- oder Google-App
Geprüft mit der iPhone-Fassung der Google-Hilfeseite «2-Faktor-Authentifizierung aktivieren» und der Seite «Sich mit Aufforderungen von Google anmelden» für iOS, Stand 29.10.2026. Der Unterschied zu Android: Die Aufforderung kommt auf dem iPhone nur an, wenn du in einer Google-App angemeldet bist.
Google-App bereitlegen
Du brauchst laut Google ein iPhone 5S oder neuer und eine dieser Apps, in der du mit deinem Google-Konto angemeldet bist: Gmail, Google, Google Fotos oder YouTube (die Hilfe nennt zusätzlich Google Ads und Smart Lock). Bist du schon in einer davon angemeldet, musst du nichts installieren. Damit die Aufforderung als Push ankommt, erlaubst du der App in den iPhone-«Einstellungen» unter «Benachrichtigungen» die Option «Benachrichtigungen zulassen» – beim ersten Mal fragt die App laut Google selbst danach.
Google-Konto öffnen
Öffne dein Google-Konto – am einfachsten in Safari unter myaccount.google.com, dort meldest du dich mit deiner Google-Adresse an. Tippe dann auf «Sicherheit und Anmeldung». Die Hilfeseite beschreibt nur diesen Einstieg; einen Weg direkt aus der Gmail-App nennt sie nicht.
«2-Faktor-Authentifizierung aktivieren»
Wähle unter «So melden Sie sich in Google an» die Option «2-Faktor-Authentifizierung aktivieren» und folge der Anleitung auf dem Bildschirm. Google fragt eine Telefonnummer ab, die als Ersatzweg dient; bis sie als vertrauenswürdig gilt, können laut Hilfe bis zu 7 Tage vergehen. Bei Konten von Arbeitgeber oder Schule entscheidet die Administration, ob du die Funktion selbst einschalten kannst.
Aufforderung auf dem iPhone bestätigen
Bei der nächsten Anmeldung auf einem anderen Gerät erscheint auf dem iPhone eine Benachrichtigung mit Gerät, Standort und Uhrzeit des Versuchs. Tippe auf «Ja», wenn du dich gerade selbst anmeldest, und auf «Nein», wenn nicht. Bemerkt Google etwas Ungewohntes, etwa einen neuen Standort, musst du laut Hilfe zusätzlich eine Zahl vom Computerbildschirm auf dem iPhone abgleichen. Kommt keine Aufforderung an, wähle auf dem Anmeldebildschirm «Erneut senden» und prüfe, ob das iPhone online ist.
Ersatzwege und Passkey
Lege im Bereich «2-Faktor-Authentifizierung» gleich die Backup-Codes an und hinterlege eine zweite Methode, zum Beispiel Google Authenticator oder einen Sicherheitsschlüssel. Noch einfacher wird die Anmeldung mit einem Passkey: Er funktioniert laut Google ab iOS 16, braucht den eingeschalteten iCloud-Schlüsselbund und die Displaysperre, und du bestätigst mit Face ID oder Touch ID – der zweite Schritt entfällt dann. Wie du ihn anlegst, steht im Reiter «Methode wählen».
Computer: im Browser unter myaccount.google.com
Geprüft mit der Computer-Fassung der Google-Hilfeseiten «2-Faktor-Authentifizierung aktivieren», «Mit Backup-Codes anmelden» und «Sicherheitsschlüssel für die 2-Faktor-Authentifizierung verwenden», Stand 29.10.2026. Am Computer hast du den besten Überblick über alle Methoden und siehst die ganze Liste auf einen Blick.
Google-Konto öffnen
Rufe im Browser myaccount.google.com auf und melde dich an. Klicke links oder oben auf «Sicherheit und Anmeldung». Nimm dafür einen Browser, den Google für Passkeys und Sicherheitsschlüssel unterstützt: Chrome, Edge oder Firefox in aktueller Version oder Safari 16 oder neuer.
«So melden Sie sich in Google an»
Scrolle zum Abschnitt «So melden Sie sich in Google an». Dort stehen dein Passwort, vorhandene Passkeys und der Punkt «2-Faktor-Authentifizierung aktivieren». Klicke darauf; eventuell musst du dein Passwort noch einmal eingeben.
Einschalten und Telefonnummer bestätigen
Folge der Anleitung auf dem Bildschirm. Google fragt eine Telefonnummer ab, an die ein sechsstelliger Code per SMS oder Anruf geht, und schlägt vor, Aufforderungen an deine angemeldeten Smartphones zu schicken. Manchmal zeigt Google statt eines Codes einen QR-Code, den du mit dem Smartphone scannst, um die Nummer zu bestätigen – laut Hilfe ist das weniger anfällig für Missbrauch der Telefonnummer.
Weitere Methoden hinzufügen
Öffne danach den Punkt «2-Faktor-Authentifizierung». Dort fügst du weitere Schritte hinzu: «Authentifizierungs-App einrichten» für Google Authenticator oder eine andere Code-App, die Registrierung eines Hardware-Sicherheitsschlüssels (laut Google in Chrome, Firefox oder Safari ab 13.0.4), und unter «Back-up-Codes» die Ersatzcodes. Neu hinzugefügte Schlüssel und Apps sind laut Hilfe bis zu 7 Tage nicht für die Anmeldung verfügbar – das ist Googles Schutz gegen Angreifer, die sich heimlich eine Methode eintragen.
«Auf diesem Computer nicht mehr fragen»
Beim nächsten Anmelden kannst du das Kästchen «Auf diesem Computer nicht mehr fragen» setzen; dann entfällt der zweite Schritt auf diesem Gerät. Google rät ausdrücklich, das nur auf Computern zu tun, die du regelmässig und nicht gemeinsam mit anderen nutzt – also nicht im Büro, im Hotel oder bei Freunden. Klappt eine Methode nicht, klickst du auf dem Anmeldebildschirm auf «Andere Option wählen» und nimmst einen Backup-Code oder eine andere hinterlegte Methode.
Methode wählen: Aufforderung, Authenticator, Sicherheitsschlüssel, Passkey
Fünf Wege, einer pro Schritt – mit Einordnung nach Google-Hilfe und der BACS-Technologiebetrachtung «Sicherheitsklassen für Authentifikationsverfahren» vom September 2026, geprüft am 29.10.2026. Du kannst mehrere Methoden gleichzeitig hinterlegen; Google wählt beim Anmelden die passende aus.
Aufforderungen von Google – Googles Empfehlung ohne Passkey
Die Push-Benachrichtigung aufs angemeldete Smartphone ist laut Google die empfohlene Methode, wenn du keinen Passkey nutzt: Antippen statt Code abtippen, und die Nachricht zeigt dir Gerät, Standort und Uhrzeit des Anmeldeversuchs. Weil sie nur an angemeldete Geräte geht, schützt sie laut Google besser als SMS gegen Angriffe über die Telefonnummer. Sie braucht aber Internet auf dem Smartphone und schützt nicht, wenn du selbst auf einer gefälschten Seite «Ja» tippst – das BACS stuft Passwort plus Bestätigung ohne Phishing-Resistenz in die Klasse «mittel» ein.
Authenticator-App – funktioniert offline
Google Authenticator oder eine andere Code-App erzeugt laufend neue Einmalcodes und funktioniert laut Google auch ohne Internet oder Mobilfunk, etwa im Ausland oder im Flugzeug. Einrichten: im Bereich «2-Faktor-Authentifizierung» auf «Authentifizierungs-App einrichten» tippen und den QR-Code scannen. Google Authenticator kann die Codes laut Hilfe mit deinem Google-Konto synchronisieren, damit sie auf einem neuen Smartphone automatisch wieder da sind; wer das nicht will, tippt beim ersten Start auf «Ohne Konto verwenden». Das BACS stuft Passwort plus App-Code als «mittel» ohne Stern ein: sicher gegen gestohlene Passwörter, aber nicht gegen Phishing in Echtzeit.
Hardware-Sicherheitsschlüssel – die höchste Klasse
Ein Sicherheitsschlüssel ist ein kleiner USB- oder NFC-Stick, den du beim Anmelden einsteckst oder ans Smartphone hältst und antippst. Laut Google kannst du den Titan-Schlüssel im Google Store oder einen kompatiblen FIDO-Schlüssel im Handel kaufen; auch ein kompatibles Smartphone kann als eingebauter Schlüssel dienen. Registriert wird er in deinem Konto im Bereich «2-Faktor-Authentifizierung». Weil der private Schlüssel das Gerät nie verlässt und nur zur echten Google-Adresse passt, ist er phishing-resistent – das BACS stuft FIDO2-Hardware ohne Synchronisierung als «hoch*» ein, die höchste Klasse für Privatanwender. Google rät, einen zweiten Schlüssel als Reserve zu registrieren.
Passkey – ersetzt Passwort und zweiten Schritt
Ein Passkey ist kein zweiter Schritt, sondern ersetzt die Anmeldung mit Passwort ganz: Du bestätigst mit Fingerabdruck, Gesicht oder der Displaysperre, und laut Google entfällt der zweite Schritt, weil der Passkey bereits den Besitz des Geräts beweist. Anlegen: myaccount.google.com/signinoptions/passkeys aufrufen und auf «Passkey erstellen» tippen; für einen Passkey auf einem Sicherheitsschlüssel wählst du «Anderes Gerät verwenden». Google braucht dafür Android 9, iOS 16, Windows 10, macOS Ventura oder ChromeOS 109 und auf Apple-Geräten den iCloud-Schlüsselbund. Mit dem ersten Passkey schaltet Google die Einstellung «Wenn möglich, Passwort überspringen» ein; wer lieber zuerst das Passwort eingibt, schaltet sie in den Kontoeinstellungen wieder aus. Synchronisierte Passkeys stuft das BACS als «mittel*» ein, also phishing-resistent.
SMS oder Anruf – nur als Notlösung
Der sechsstellige Code per SMS oder Sprachanruf ist die älteste Methode und laut Google «anfällig für telefonnummernbasierte Angriffe» – gemeint sind SIM-Swapping und eSIM-Betrug, bei denen Kriminelle deine Nummer übernehmen. Das BACS stuft Passwort plus SMS-Code als «mittel» ein, stellt die Sicherheit SMS-basierter Verfahren aber grundsätzlich in Frage und empfiehlt sie nur, wenn es keine bessere Alternative gibt. Behalte die Telefonnummer deshalb nur als Ersatzweg und richte zusätzlich Aufforderung, App oder Passkey ein. Immerhin: Auch SMS ist laut Google besser als gar kein zweiter Schritt.
Backup-Codes und Wiederherstellung
Geprüft mit den Google-Hilfeseiten «Mit Backup-Codes anmelden», «Häufige Probleme bei der 2-Faktor-Authentifizierung beheben», «Zugriff auf mein Google-Konto behalten» und «Bestätigungscodes mit Google Authenticator abrufen», Stand 29.10.2026. Die Zahlen zu den Codes stammen direkt aus der Hilfeseite.
Backup-Codes erzeugen
Öffne im Google-Konto «Sicherheit und Anmeldung», dann unter «So melden Sie sich in Google an» den Punkt «2-Faktor-Authentifizierung», und tippe unter «Back-up-Codes» auf «Weiter» und «Back-up-Codes abrufen». Google erzeugt laut Hilfe zehn achtstellige Codes; jeder gilt genau einmal und wird nach der Anmeldung inaktiv. Mit «Aktualisieren» holst du jederzeit zehn neue Codes – die alten werden dabei automatisch ungültig. Teilnehmer des erweiterten Sicherheitsprogramms können keine Backup-Codes herunterladen.
Codes richtig aufbewahren
Wähle «Codes drucken» und lege das Blatt dorthin, wo laut Googles eigenem Beispiel auch dein Reisepass liegt. Von einem Screenshot im Fotostream raten wir ab: Er wird in die Cloud synchronisiert, und wer dein Smartphone in der Hand hat, hätte Passwort-Ersatz und zweiten Faktor zugleich. Wenn du «Codes herunterladen» wählst, heisst die Datei laut Google «Backup-codes-nutzername.txt» – verschiebe sie in deinen Passwort-Manager und lösche sie vom Rechner. Markiere benutzte Codes, wie Google empfiehlt, und erzeuge neue, sobald du den Verdacht hast, dass jemand die Liste gesehen hat.
Wiederherstellungsoptionen eintragen
Hinterlege im Google-Konto eine E-Mail-Adresse zur Kontowiederherstellung – laut Google eine, die du regelmässig nutzt und die nicht deine Google-Adresse ist – sowie eine Telefonnummer eines Smartphones, das nur dir gehört und SMS empfangen kann. Dazu kannst du einen Kontakt für die Kontowiederherstellung bestimmen: eine Vertrauensperson mit eigenem Google-Konto, die dir bei der Anmeldung helfen kann. Die Einladung ist laut Google 7 Tage gültig, und nach der Annahme dauert es nochmals 7 Tage, bis die Person helfen kann. Sicherheitswarnungen gehen nicht an diesen Kontakt.
Zweite Methode hinterlegen
Das BSI rät, wo möglich mehrere zweite Faktoren zu hinterlegen, weil du sonst bei Verlust oder Defekt des Geräts den Zugang verlierst. Bei Google heisst das: zusätzlich zur Aufforderung eine Authenticator-App oder einen Sicherheitsschlüssel eintragen, bei Sicherheitsschlüsseln laut Google am besten einen zweiten als Reserve an einem sicheren Ort, bei Passkeys einen auf einem zweiten Gerät. Ohne Ersatzmethode und ohne Backup-Codes bleibt nur die Kontowiederherstellung, und die kann laut Google bei aktiver 2-Faktor-Authentifizierung drei bis fünf Arbeitstage dauern.
Smartphone gewechselt oder verloren
Beim Wechsel auf ein neues Smartphone meldest du dich in Google Authenticator mit deinem Google-Konto an – die Codes werden laut Google automatisch synchronisiert. Nutzt du die App ohne Konto, öffnest du auf dem alten Gerät das Menü, wählst «Codes übertragen» und «Codes exportieren», und auf dem neuen «Codes importieren» und scannst den QR-Code (auf dem iPhone heisst das Menü «Konten übertragen»). Ist das Smartphone verloren oder gestohlen, rät Google: auf dem Gerät abmelden, Passwort des Google-Kontos ändern, und beim Anmelden «Andere Option wählen» und «Ich habe mein Smartphone nicht bei mir» antippen – dann kannst du mit Backup-Code, zweitem Gerät, Sicherheitsschlüssel oder anderem Passkey weiter. Mehr dazu im Abschnitt «Smartphone verloren».
2FA aushebeln: was Betrüger tun und wie du dich schützt
Fünf Schutzmassnahmen, jede gegen einen Trick, der dem BACS aus der Schweiz gemeldet wurde oder vor dem Google selbst warnt. Grundlage: BACS-Wochenrückblicke 38/2026 (22.09.2026) und 19/2024 (14.05.2024), Google-Hilfe, geprüft am 29.10.2026.
Nur auf accounts.google.com anmelden
Der Trick: Echtzeit-Phishing. Du gibst Passwort und Code auf einer gefälschten Seite ein, der Angreifer tippt beides sofort bei Google ab – Aufforderung, SMS und App-Code helfen dann nicht. Im Fall aus dem BACS-Wochenrückblick 38/2026 lag die Phishing-Seite sogar auf sites.google.com, also unter einer echten Google-Domain. Das BACS stellt klar: Googles Anmeldeseiten liegen ausschliesslich unter accounts.google.com, nie unter sites.google.com. Wirklich gegen diesen Trick helfen nur Passkey und Sicherheitsschlüssel, weil sie nur zur echten Adresse passen.
Anruf vom «Google-Support» beenden
Der Trick: Erst kommt eine echte Sicherheitswarnung von Google per E-Mail oder SMS, deren Text die Betrüger über ein App-Passwort in ihrem eigenen Konto eingeschleust haben, kurz darauf ruft ein angeblicher «Google Security Support» an – laut BACS sogar mit gefälschter Schweizer Nummer im Display und grossem Druck. Das BACS sagt: Echte Plattformbetreiber rufen nie spontan wegen Sicherheitsvorfällen an – sofort auflegen. Google schreibt dasselbe: Google ruft nicht an und fordert keine Codes. Nenne am Telefon nie Passwörter, Codes oder Bestätigungen und tippe nichts auf einer Website ein, zu der dich ein Anrufer drängt.
App-Passwörter prüfen und löschen
Der Trick: Nach dem Phishing richten die Angreifer in deinem Konto ein App-Passwort ein – einen 16-stelligen Code für ältere Programme, der laut Google-Hilfe ohne zweiten Schritt funktioniert. Im BACS-Fall blieben so E-Mails und Kontakte noch lange nach dem Angriff auf ein Gerät im Ausland synchronisiert, laut BACS auch nach einer Passwortänderung; Google selbst schreibt, App-Passwörter würden beim Ändern des Kontopassworts aufgehoben. Verlass dich nicht darauf: Öffne unter «Sicherheit und Anmeldung» den Punkt «App-Passwörter» und entferne alle Einträge, die du nicht selbst brauchst – Google rät ohnehin, die Funktion nicht zu nutzen und Apps über «Über Google anmelden» zu verbinden. Prüfe dabei auch die Wiederherstellungsadresse und Weiterleitungsregeln in Gmail.
SMS nicht als einzige Methode
Der Trick: SIM-Swapping oder eSIM-Betrug. Im Fall aus dem BACS-Wochenrückblick 19/2024 erbeuteten Angreifer das Passwort zum Kundenportal eines Mobilfunkanbieters, liessen sich den SMS-Code über ein gefälschtes Gewinnspiel weiterleiten und erstellten eine eSIM – ab dann landeten alle SMS und Anrufe bei ihnen, womit sie E-Mail-Konto, Apple-Konto und Krypto-Apps übernahmen; Schaden über 20'000 Franken. Dein Schutz: Telefonnummer nur als Ersatzweg, Aufforderung, App oder Passkey als Hauptmethode, und ein eigenes, langes Passwort plus zweiten Faktor für das Kundenportal deines Mobilfunkanbieters.
«Ja» nur, wenn du dich selbst anmeldest
Der Trick: Angreifer mit deinem Passwort lösen so lange Aufforderungen aus, bis du genervt oder versehentlich auf «Ja» tippst. Google zeigt in jeder Aufforderung Gerät, Standort und Uhrzeit – prüfe sie, und tippe auf «Nein, nicht zulassen», wenn du dich nicht gerade selbst anmeldest. Erhältst du eine Aufforderung, ohne dich anzumelden, rät Google, die Anmeldeaktivitäten im Konto zu prüfen und das Passwort zu ändern. Melde Geräte ab, die du nicht mehr nutzt, und wiederhole diese Kontrolle im Bereich «Sicherheit und Anmeldung» ein paarmal pro Jahr.
Warum der zweite Faktor – und warum zuerst beim Google-Konto
Ein Passwort ist etwas, das du weisst – und damit etwas, das dir jemand abnehmen kann: durch Phishing, durch ein Datenleck beim Dienst oder durch Schadsoftware, die gespeicherte Passwörter vom Gerät abgreift. Das BSI beschreibt die Zwei-Faktor-Authentisierung als Kombination von Faktoren aus verschiedenen Kategorien: Wissen (Passwort, PIN), Besitz (Smartphone, Chipkarte, Sicherheitsschlüssel) oder Biometrie (Fingerabdruck, Gesicht). Wer nur das Passwort hat, kommt an der zweiten Schranke nicht vorbei. Google beschreibt die Funktion auf seiner Hilfeseite genau so: als zusätzlichen Schutz für den Fall, dass Unbefugte an dein Passwort gelangen.
Das Google-Konto gehört dabei an die erste Stelle, noch vor Social Media und Shops. Es ist für viele das E-Mail-Postfach, und über «Passwort vergessen» lassen sich mit dem Postfach fast alle anderen Konten zurücksetzen – das BACS nennt das E-Mail-Konto darum im Wochenrückblick 19/2024 den «Dreh- und Angelpunkt» der Zugänge zu den Internetdiensten. Dazu kommen Fotos, Drive, Kalender, Standortverlauf, YouTube-Käufe und, wenn du Chrome nutzt, der Google Passwortmanager mit allen gespeicherten Passwörtern. Ein übernommenes Google-Konto ist deshalb kein einzelnes Konto, sondern der Schlüsselbund.
BACS und BSI empfehlen beide, den zweiten Faktor überall einzuschalten, wo ein Dienst ihn anbietet. Das BSI weist zusätzlich darauf hin, dass viele Dienste die Funktion zwar anbieten, aber standardmässig ausgeschaltet lassen – ein Blick in die Anmeldeeinstellungen lohnt sich also auch bei Konten, die du für gesichert hältst. Dass die Lücke in der Schweiz real ist, zeigt die Studie «KMU Cybersicherheit 2026»: Nur gut die Hälfte der befragten Betriebe hatte die Mehrfaktor-Authentifizierung vollständig eingeführt (→ Über 35'000 Schweizer KMU von schweren Cyberangriffen getroffen – nur jedes vierte testet seine Backups). Der zweite Faktor ersetzt kein gutes Passwort, sondern ergänzt es – wie du ein starkes Passwort baust, steht in unserer Anleitung (→ Sicheres Passwort erstellen – und was 2026 wirklich sicher ist).
Welche Methode ist wie sicher? Die BACS-Sicherheitsklassen
Das Schweizer BACS hat in seiner Technologiebetrachtung «Sicherheitsklassen für Authentifikationsverfahren, -mittel und -dienste» (September 2026) gängige Verfahren in die Klassen «tief», «mittel» und «hoch» eingeteilt. Ein Stern markiert Verfahren, die gegen Phishing in Echtzeit und gegen Man-in-the-Middle-Angriffe schützen. Benutzername und Passwort allein stehen in «tief» – solche Verfahren sollen laut BACS grundsätzlich nicht mehr eingesetzt werden, auch wenn die Übertragung verschlüsselt ist. Passwort mit SMS-Code und Software-Codes wie Google oder Microsoft Authenticator liegen in «mittel» ohne Stern: Sie schützen gegen gestohlene Passwörter, aber nicht, wenn du den Code selbst auf einer gefälschten Seite eingibst. Zu SMS merkt das BACS ausserdem an, dass die Sicherheit SMS-basierter Verfahren grundsätzlich in Frage gestellt sei und sie nur noch eingesetzt werden sollten, wenn es keine bessere Alternative gibt.
Phishing-resistent sind die beiden FIDO-Verfahren: Synchronisierte Passkeys, wie sie Apple und Google über Schlüsselbund und Passwortmanager verteilen, erreichen «mittel*»; FIDO2-Hardware-Schlüssel ohne Synchronisierung und Export erreichen «hoch*». Der Unterschied liegt laut BACS vor allem darin, ob der private Schlüssel in spezieller Hardware liegt oder über eine Cloud auf mehrere Geräte kopiert werden kann. Googles eigene Einordnung passt dazu: Die Hilfeseite nennt Passkeys und Hardware-Schlüssel als Methoden «für einen besseren Schutz vor Phishing» und SMS- oder Anrufcodes als «anfällig für telefonnummernbasierte Angriffe».
Für den Alltag heisst das: Die Aufforderung von Google ist bequem und deutlich besser als SMS, weil sie nur an angemeldete Geräte geht und dir Gerät und Ort des Anmeldeversuchs zeigt – aber sie schützt dich nicht vor dir selbst, wenn du auf einer gefälschten Seite «Ja» tippst. Die Authenticator-App ist unabhängig vom Mobilfunknetz und von Googles Push-Diensten, bleibt aber ebenfalls in «mittel». Wer die phishing-resistente Stufe will, nimmt einen Passkey auf Smartphone oder Computer; wer die höchste Stufe will oder besonders gefährdet ist, kauft zwei Hardware-Schlüssel. Und egal welche Methode: Die Backup-Codes gehören dazu, sonst wird aus dem Schutz eine Aussperrung.
Passkey statt Passwort: Googles Standard seit Oktober 2023
Am 10.10.2023 hat Google Passkeys zur Standardoption für private Google-Konten gemacht: Seither schlägt Google beim Anmelden vor, einen Passkey zu erstellen, und die Einstellung «Skip password when possible» – auf der deutschen Hilfeseite «Wenn möglich, Passwort überspringen» – ist eingeschaltet. Laut Google-Blog sind Passkeys 40 % schneller als Passwörter, und wer lieber beim Passwort bleibt, schaltet die Option einfach aus. Technisch ist ein Passkey ein Schlüsselpaar: Der private Schlüssel bleibt auf deinem Gerät oder im Schlüsselbund, Google kennt nur den öffentlichen. Beim Anmelden bestätigst du mit Fingerabdruck, Gesicht oder PIN, dass du das Gerät entsperren kannst – die biometrischen Daten bleiben laut Google auf dem Gerät.
Weil ein Passkey laut Google-Hilfe nicht geteilt, kopiert, aufgeschrieben oder versehentlich weitergegeben werden kann, gibt es nichts, was eine Phishing-Seite abfragen könnte, und er funktioniert nur für die echte Google-Adresse. Deshalb entfällt mit dem Passkey auch der zweite Schritt: Der Besitz des Geräts ist bereits bewiesen. Wichtig ist Googles Warnung dazu: Erstelle Passkeys nur auf Geräten, die dir gehören – jede Person, die dein Gerät entsperren kann, kommt damit ins Google-Konto, auch wenn du dich dort abgemeldet hast. Auf gemeinsam genutzten Tablets oder dem Familien-PC hat ein Passkey nichts verloren.
Wie weit das verbreitet ist, zeigt die FIDO Alliance, die den Standard verantwortet: Am 15.10.2026 meldete sie rund 7 Milliarden Passkeys weltweit, und bei den 15 grossen Verbraucherdiensten ihres «Passkey Index» laufen über ein Drittel der erfolgreichen Anmeldungen per Passkey – laut FIDO fast dreimal schneller als mit Passwort und klassischem zweiten Faktor, und alle Dienste, die Phishing messen, verzeichnen seither weniger erfolgreiche Angriffe. Das Passwort bleibt bei Google trotzdem als Ersatzweg bestehen und muss deshalb genauso stark sein wie vorher; den Abschnitt «Passkeys: der nächste Schritt» in unserer Passwort-Anleitung (→ Sicheres Passwort erstellen – und was 2026 wirklich sicher ist) kannst du als Ergänzung lesen.
Smartphone verloren: so kommst du wieder ins Konto
Der häufigste Grund für eine Aussperrung ist nicht der Hacker, sondern das verlorene, gestohlene oder kaputte Smartphone. Google empfiehlt auf der Hilfeseite «Häufige Probleme» zuerst zwei Dinge: dich auf dem verlorenen Gerät abmelden und das Passwort des Google-Kontos ändern – beides geht von jedem anderen Gerät aus, auf dem du angemeldet bist. Dann wählst du auf dem Anmeldebildschirm «Andere Option wählen» und nimmst, was du vorbereitet hast: einen Backup-Code, ein anderes angemeldetes Smartphone, eine zweite Telefonnummer, einen Hardware-Sicherheitsschlüssel oder einen Passkey auf einem anderen Gerät.
Zwei stille Helfer sind oft noch da: Ein Computer, auf dem du «Auf diesem Computer nicht mehr fragen» gesetzt hast, lässt dich laut Google eventuell ohne zweiten Schritt hinein – von dort aus kannst du deine Methoden neu ordnen. Und die Telefonnummer kannst du dir von deinem Mobilfunkanbieter auf eine neue SIM oder eSIM übertragen lassen; dann kommen SMS-Codes wieder an. Was eine eSIM ist und wie der Wechsel läuft, erklärt unser Lexikon (→ Was ist eine eSIM? So funktioniert die digitale SIM-Karte). Nutzt du Google Authenticator mit Konto-Synchronisierung, sind die Codes nach der Anmeldung auf dem neuen Gerät automatisch wieder da – ohne Synchronisierung sind sie mit dem alten Gerät weg, und du brauchst die Backup-Codes.
Hast du weder Ersatzmethode noch Backup-Codes, bleibt die Kontowiederherstellung über die hinterlegte E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Google stellt dabei Fragen zum Konto, und weil die 2-Faktor-Authentifizierung aktiv ist, kann die Prüfung laut Hilfe drei bis fünf Arbeitstage dauern. Genau deshalb lohnt sich die Viertelstunde im Reiter «Backup-Codes und Wiederherstellung» vorher. Das BSI mahnt zusätzlich, bei der Wiederherstellung auf mehrstufige Verfahren zu achten: Ein Wiederherstellungsweg, der mit einem einzigen Faktor auskommt, schwächt den ganzen Schutz – Angreifer setzen genau dort an.
Dasselbe Prinzip für Apple, Microsoft, Bank und Social Media
Was hier für Google steht, gilt für jedes wichtige Konto: Apple-Konto, Microsoft-Konto, E-Banking, Mobilfunk-Kundenportal, Instagram, WhatsApp. Das BSI nennt ausdrücklich Online-Banking, Online-Shopping und Konten mit weitreichenden Rechten wie E-Mail und Social Media als die Fälle, in denen sich der zweite Faktor zuerst lohnt, und rät in jedem Fall davon ab, ihn wieder auszuschalten. Die Reihenfolge nach dem Google-Konto: E-Mail (falls nicht Gmail), Apple- oder Microsoft-Konto, Passwort-Manager, Bank und Zahlungsdienste, Mobilfunkanbieter, dann Social Media und Shops. Wie dringend das bei Messengern ist, zeigt die Welle gekaperter WhatsApp-Konten vom Oktober 2026: Das BACS zählte über 50 Meldungen in einem Monat, Schutz bietet die zweistufige Überprüfung mit PIN (→ Gefälschte Abstimmungen kapern WhatsApp-Konten: über 50 Meldungen im Oktober – das BACS warnt).
Wer viele Konten mit Authenticator-Codes schützt, bekommt eine Verwaltungsfrage: Wo liegen die Codes, und was passiert beim Gerätewechsel? Google Authenticator synchronisiert sie mit dem Google-Konto; Passwort-Manager bieten dasselbe im eigenen Tresor. Laut unserem Vergleich vom 16.10.2026 enthält NordPass Premium einen Authenticator, Bitwarden hat ihn schon im Gratis-Plan und ab Premium im Tresor, und auch Proton Pass Plus bringt ihn mit (→ Beste Passwort-Manager 2026: 1Password, NordPass, Bitwarden und Proton Pass im Vergleich). Das BACS empfiehlt auf seiner Seite «Geräteschutz» genau diese Kombination: für jeden Dienst ein eigenes Passwort, wo möglich Zwei-Faktor-Authentisierung und ein Passwort-Manager, der diese unterstützt. Bequem ist es, Passwort und Code im selben Tresor zu haben – wer die Faktoren streng trennen will, nutzt dafür eine separate App auf dem Smartphone, wie es das BSI für den sichersten Fall empfiehlt.
Ein Missverständnis zum Schluss: Ein VPN schützt deine Verbindung, nicht dein Konto. Es verschlüsselt den Weg zwischen Gerät und VPN-Server und verbirgt deine IP-Adresse, aber es hindert niemanden daran, sich mit deinem gestohlenen Passwort bei Google anzumelden – und es erkennt keine Phishing-Seite (→ Was ist ein VPN? So funktioniert das virtuelle private Netzwerk). Zweiter Faktor und VPN lösen verschiedene Probleme; wer beides will, richtet zuerst den zweiten Faktor ein und danach das VPN (→ VPN auf dem iPhone einrichten – mit App oder von Hand). Und wenn du auf einem fremden Computer angemeldet warst, räume danach Cookies und gespeicherte Anmeldungen weg (→ Cache und Cookies löschen – in jedem Browser, am Computer und am Handy).
Für besonders Gefährdete: Googles erweitertes Sicherheitsprogramm
Journalistinnen, Aktivisten, Politiker, Anwältinnen oder Menschen, die aus anderen Gründen gezielt angegriffen werden könnten, nennt Google als Zielgruppe seines erweiterten Sicherheitsprogramms. Es ist laut Google kostenlos; bezahlen musst du höchstens die Sicherheitsschlüssel. Der Unterschied zur normalen 2-Faktor-Authentifizierung: Die Anmeldung geht nur noch mit Passkey oder Hardware-Sicherheitsschlüssel, Aufforderungen, SMS und App-Codes fallen weg. Zusätzlich schränkt Google den Zugriff von Drittanbieter-Apps auf deine Daten ein, prüft verdächtige Downloads strenger und macht die Kontowiederherstellung aufwendiger, damit sie nicht als Hintertür dient.
Vor der Anmeldung solltest du laut Google eine Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse und -Telefonnummer eintragen, die 2-Faktor-Authentifizierung aktivieren und einen oder besser mehrere Sicherheitsschlüssel bereithalten. Backup-Codes lassen sich im Programm nicht herunterladen – der Ersatz ist der zweite Schlüssel. Verlierst du den einzigen Schlüssel, bleibt laut Hilfe nur die Kontowiederherstellung. Workspace-Konten von Arbeitgeber oder Schule können teilnehmen, wenn die Administration das Programm freigeschaltet hat; verpflichten kann sie niemanden. Für die meisten Privatpersonen ist das Programm mehr Aufwand als nötig – Passkey plus Backup-Codes plus eine zweite Methode reichen. Wer aber gezielte Angriffe fürchtet, bekommt hier den stärksten Schutz, den Google anbietet.
Gut zu wissen
- Google ruft nicht an und fordert keine Codes – weder per Telefon noch per Chat. Jeder Anruf vom «Google-Support» ist Betrug; das BACS rät, sofort aufzulegen.
- Neue Telefonnummern, Sicherheitsschlüssel, Authenticator-Apps und Passkeys sind laut Google bis zu 7 Tage nicht für die Anmeldung freigeschaltet. Richte Ersatzmethoden deshalb ein, bevor du sie brauchst – nicht erst vor der Reise.
- Googles echte Anmeldeseite liegt nur unter accounts.google.com. Eine Anmeldemaske unter sites.google.com oder einer anderen Adresse ist Phishing, auch wenn «google» in der Adresse steht (BACS 38/2026).
- Zehn Backup-Codes, achtstellig, jeder einmal gültig. «Aktualisieren» erzeugt neue und macht alle alten ungültig – nützlich, wenn jemand die Liste gesehen haben könnte.
- «Auf diesem Gerät nicht mehr fragen» nur auf Geräten, die dir gehören und die niemand sonst nutzt. Auf fremden Geräten im privaten Browserfenster anmelden und danach alle Fenster schliessen, wie Google rät.
- Mit einem Passkey entfällt der zweite Schritt – aber jeder, der dein Gerät entsperren kann, kommt ins Konto. Displaysperre einschalten, Passkeys nicht auf geteilten Geräten anlegen.
- App-Passwörter sind laut Google «nicht empfohlen und in den meisten Fällen nicht erforderlich». Die Liste unter «Sicherheit und Anmeldung» sollte leer sein; jeder Eintrag ist ein Zugang ohne zweiten Faktor.
- Das Prinzip gilt für alle Konten: Nach Google kommen E-Mail, Apple oder Microsoft, Passwort-Manager, Bank und der Mobilfunkanbieter – dessen Kundenportal ist der Hebel für eSIM-Betrug (BACS 19/2024).
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen 2-Faktor-Authentifizierung und Passkey bei Google?
Die 2-Faktor-Authentifizierung ergänzt dein Passwort um einen zweiten Schritt – Aufforderung, Code aus der App, SMS oder Sicherheitsschlüssel. Ein Passkey ersetzt die Anmeldung mit Passwort ganz: Du bestätigst mit Fingerabdruck, Gesicht oder Displaysperre, und Google lässt den zweiten Schritt aus, weil der Passkey schon beweist, dass du das Gerät besitzt. Beides lässt sich kombinieren: Du legst einen Passkey an und behältst Passwort plus zweiten Schritt als Ersatzweg. Das BACS stuft synchronisierte Passkeys als phishing-resistent ein («mittel*»), Passwort plus SMS oder App-Code nicht.
Kann ich die Bestätigung in zwei Schritten wieder ausschalten?
Ja, aber du solltest es nicht. Technisch geht es im Google-Konto unter «Sicherheit und Anmeldung» über «2-Faktor-Authentifizierung» und «Deaktivieren», mit einer zweiten Bestätigung; Google rät danach, gespeicherte Backup-Codes zu vernichten und nicht mehr benötigte App-Passwörter zu entfernen. Google selbst schreibt dazu, dass du damit eine Sicherheitsebene entfernst und es anderen leichter machst, auf dein Konto zuzugreifen, und das BSI rät in jedem Fall davon ab, den zweiten Faktor zu deaktivieren – gerade bei E-Mail und Konten mit weitreichenden Rechten. Wenn dich die Codes stören, ist der Passkey die bessere Lösung: weniger Aufwand, mehr Sicherheit.
Was, wenn ich mein Handy verliere?
Melde dich von einem anderen Gerät aus auf dem verlorenen Smartphone ab und ändere das Passwort des Google-Kontos, wie Google empfiehlt. Beim Anmelden wählst du «Andere Option wählen» und nimmst einen Backup-Code, ein anderes angemeldetes Gerät, eine zweite Telefonnummer, einen Sicherheitsschlüssel oder einen Passkey auf einem anderen Gerät. Ein Computer mit «Auf diesem Computer nicht mehr fragen» lässt dich eventuell ohne zweiten Schritt hinein. Ohne all das bleibt die Kontowiederherstellung, die laut Google drei bis fünf Arbeitstage dauern kann – erzeuge die Backup-Codes also heute, nicht nach dem Verlust.
Ist SMS als zweiter Faktor sicher?
Besser als gar kein zweiter Faktor, aber die schwächste Methode. Google nennt SMS- und Anrufcodes «anfällig für telefonnummernbasierte Angriffe», das BACS stuft Passwort plus SMS-Code als «mittel» ein und stellt die Sicherheit SMS-basierter Verfahren grundsätzlich in Frage. Der Grund: Wer deine Nummer per SIM-Swapping oder eSIM-Betrug übernimmt, bekommt die Codes – so übernahmen Angreifer im BACS-Fall 19/2024 E-Mail- und Apple-Konto. Behalte die Nummer als Ersatzweg, nimm als Hauptmethode die Aufforderung von Google, eine Authenticator-App oder gleich einen Passkey. Das BSI rät zusätzlich, SMS-Codes nicht auf demselben Gerät zu empfangen, auf dem du dich anmeldest.
Brauche ich Google Authenticator oder reicht die Aufforderung?
Für den Alltag reicht die Aufforderung: Google empfiehlt sie als zweiten Schritt, wenn du keinen Passkey nutzt, sie zeigt dir Gerät und Standort des Anmeldeversuchs und geht nur an angemeldete Geräte. Die Authenticator-App ist der Ersatz für Situationen ohne Internet oder Mobilfunk – laut Google funktioniert sie offline – und für Konten bei anderen Diensten, die keine Push-Aufforderung anbieten. Sicherheitsmässig liegen beide beim BACS in der Klasse «mittel»: keine schützt, wenn du den Code oder das «Ja» auf einer gefälschten Seite abgibst. Sinnvoll ist, beide zu hinterlegen – die App als zweite Methode, falls das Smartphone offline ist.
Was sind App-Passwörter und soll ich sie löschen?
Ein App-Passwort ist laut Google ein 16-stelliger Code, mit dem ältere Programme ohne «Über Google anmelden» auf dein Konto zugreifen – ohne zweiten Schritt. Google empfiehlt sie nicht und nennt sie in den meisten Fällen unnötig. Das BACS hat im September 2026 gezeigt, wie Betrüger nach einem Phishing ein App-Passwort anlegen und sich so eine Hintertür sichern, die im gemeldeten Fall auch nach dem Passwortwechsel offen blieb; Google schreibt dagegen, App-Passwörter würden beim Ändern des Kontopassworts aufgehoben. Prüfe die Liste unter «Sicherheit und Anmeldung» > «App-Passwörter» selbst und entferne alles, was du nicht kennst oder nicht mehr brauchst.
Warum fragt Google auf meinem Gerät nicht mehr nach dem Code?
Wahrscheinlich hast du beim Anmelden «Auf diesem Gerät nicht mehr fragen» oder «Auf diesem Computer nicht mehr fragen» angehakt; dann überspringt Google den zweiten Schritt auf diesem Gerät. Oder du meldest dich mit einem Passkey an, bei dem der zweite Schritt laut Google immer entfällt, weil der Besitz des Geräts bereits bestätigt ist. Willst du wieder gefragt werden, meldest du dich auf dem Gerät ab und beim nächsten Mal ohne das Häkchen an. Das BSI weist darauf hin, dass das Überspringen auf vertrauenswürdigen Geräten die Sicherheit verringert – auf geteilten Geräten solltest du das Häkchen nie setzen.
Gilt die Einstellung auch für YouTube, Gmail, Fotos und den Passwortmanager?
Ja. Die 2-Faktor-Authentifizierung ist eine Einstellung des Google-Kontos, nicht einer App. Sie gilt für jede Anmeldung mit diesem Konto: Gmail, YouTube, Fotos, Drive, Maps, den Google Passwortmanager in Chrome, Play-Käufe und Dienste von Drittanbietern, bei denen du dich über «Über Google anmelden» einloggst. Hast du mehrere Google-Konten, musst du sie einzeln einschalten. Bei Arbeits- oder Schulkonten (Google Workspace) entscheidet laut Google die Administration, ob und wie du den zweiten Schritt und Passkeys nutzen kannst.
Wie lange dauert es, bis eine neue Methode funktioniert?
Google schaltet neue Telefonnummern, Sicherheitsschlüssel, Authenticator-Apps und Passkeys laut Hilfe erst nach bis zu 7 Tagen für die Anmeldung frei; ein bereits vertrauenswürdiger Passkey oder Schlüssel kann den Prozess beschleunigen. Erkennt Google bei der neuen Methode verdächtige Aktivitäten, wird sie deaktiviert und du hast 30 Tage Zeit zu bestätigen, dass du sie selbst hinzugefügt hast – sonst wird sie gelöscht. Das ist Schutz gegen Angreifer, die sich nach einem Phishing heimlich eine eigene Methode eintragen. Für dich heisst es: Methoden in Ruhe vor einer Reise oder einem Gerätewechsel einrichten.
Unser Vergleich der Passwort-Manager 2026 zeigt, welche Dienste neben Passwörtern auch Passkeys und Authenticator-Codes speichern, was Gratis-Pläne können und was Premium kostet – mit Preisen, Prüfdaten und Sicherheitsvorfällen, ohne eigenen Praxistest. So entscheidest du, ob Google Authenticator reicht oder ein eigener Tresor mehr bringt.
Zum Vergleich: Passwort-Manager 2026Quellen
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): 2-Faktor-Authentifizierung aktivieren, Computer («Sicherheit und Anmeldung», «So melden Sie sich in Google an», «2-Faktor-Authentifizierung aktivieren», Methodenübersicht, 7 Tage, 30 Tage, «Auf diesem Computer nicht mehr fragen»; iPhone-Fassung mit gleichem Weg ebenfalls geprüft) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): 2-Faktor-Authentifizierung aktivieren, Android (Aufforderungen brauchen aktuelle Google Play-Dienste, Schutz vor SIM-Swapping, «Auf diesem Gerät nicht mehr fragen») – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Sich mit Aufforderungen von Google anmelden, iPhone (iPhone 5S oder neuer, Gmail-, YouTube-, Google-, Fotos-, Google Ads- oder Smart Lock-App, Benachrichtigungen zulassen, Gerät/Standort/Uhrzeit, «Nein, nicht zulassen», «Erneut senden», Zahlenabgleich) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Bestätigungscodes mit Google Authenticator abrufen, Android (funktioniert offline, Synchronisierung mit dem Google-Konto, «Ohne Konto verwenden», «Authentifizierungs-App einrichten», «Codes übertragen» > «Codes exportieren»/«Codes importieren»; iOS-Fassung mit «Konten übertragen» ebenfalls geprüft) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Sicherheitsschlüssel für die 2-Faktor-Authentifizierung verwenden (Titan-Schlüssel, kompatible FIDO-Schlüssel, Smartphone als Schlüssel, Registrierung in Chrome/Firefox/Safari ab 13.0.4, 7 Tage, zweiten Schlüssel als Reserve, Hinweis für Journalisten und Aktivisten) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Für die Anmeldung Passkeys statt Passwörter verwenden (Fingerabdruck/Gesicht/PIN, zweiter Schritt entfällt, Anforderungen Android 9, iOS 16, Windows 10, macOS Ventura, ChromeOS 109, iCloud-Schlüsselbund, myaccount.google.com/signinoptions/passkeys, «Passkey erstellen», «Anderes Gerät verwenden», «Wenn möglich, Passwort überspringen», Warnung zu geteilten Geräten) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Mit Backup-Codes anmelden (zehn achtstellige Codes, jeder einmal gültig, «Back-up-Codes abrufen», «Aktualisieren», «Codes drucken», «Codes herunterladen», Datei Backup-codes-nutzername.txt, «Einen der achtstelligen Ersatzcodes eingeben»; Android-Fassung mit Weg «Einstellungen» > «Google» > «Google-Konto verwalten» ebenfalls geprüft) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Häufige Probleme bei der 2-Faktor-Authentifizierung beheben (Smartphone verloren: abmelden, Passwort ändern, Ersatzoptionen, vertrauenswürdiges Gerät, Nummer übertragen lassen; Kontowiederherstellung drei bis fünf Arbeitstage; «Wenn möglich, Passwort überspringen») – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Mit App-Passwörtern anmelden (16-stelliger Code, nicht empfohlen, nur mit 2-Faktor-Authentifizierung, werden bei Passwortänderung aufgehoben, «Entfernen») – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): 2-Faktor-Authentifizierung deaktivieren («Deaktivieren» mit Bestätigung, Backup-Codes vernichten, App-Passwörter zurückziehen; Android-Fassung mit Weg über den Kontonamen ebenfalls geprüft) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Häufige Fragen zum erweiterten Sicherheitsprogramm (kostenlos, nur Passkey oder Sicherheitsschlüssel, eingeschränkter Drittanbieter-Zugriff, strengere Wiederherstellung, Vorbereitung, Workspace) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Konto-Hilfe (deutsch): Zugriff auf mein Google-Konto behalten, Android (Kontakt für die Kontowiederherstellung: fremdes Google-Konto, Einladung 7 Tage gültig, 7 Tage Wartezeit; Telefonnummer und E-Mail-Adresse zur Kontowiederherstellung) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- Google-Blog: Passwordless by default: Make the switch to passkeys (10.10.2023; Passkeys Standard für private Konten, «Skip password when possible» eingeschaltet, 40 % schneller, phishing-resistent) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- BACS-Wochenrückblick 38/2026 vom 22.09.2026: Echte Google-Mails, vermeintlicher Support und eine gefährliche Hintertür (Sicherheitswarnung als Köder, Anruf vom falschen Google-Support mit Schweizer Nummer, Phishing auf sites.google.com, App-Passwort als Hintertür; Empfehlungen: auflegen, nur accounts.google.com, App-Passwörter löschen, Sitzungen abmelden, Wiederherstellungsadressen und Weiterleitungen prüfen) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- BACS-Wochenrückblick 19/2024 vom 14.05.2024: Smartphone als Achillesferse (eSIM-Betrug über Mobilfunk-Kundenportal und weitergeleiteten SMS-Code, Übernahme von E-Mail- und Apple-Konto, Schaden über 20'000 Franken; Empfehlungen: 2FA wo immer möglich, keine Codes weitergeben) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- BACS-Technologiebetrachtung: Sicherheitsklassen für Authentifikationsverfahren, -mittel und -dienste (September 2026; Passwort allein «tief», Passwort plus SMS oder Authenticator-App «mittel», synchronisierte Passkeys «mittel*», FIDO2-Hardware ohne Synchronisierung «hoch*»; Stern = resistent gegen Echtzeit-Phishing; SMS nur ohne bessere Alternative) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- BACS: Geräteschutz, Passwörter und Zugriffsschutz (eigenes Passwort pro Dienst, Zwei-Faktor-Authentisierung wo möglich, Passwort-Manager mit 2FA-Unterstützung, seriöse Firmen fragen nie nach dem Passwort) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- BSI: Zwei-Faktor-Authentisierung – Mehr Sicherheit für Online-Konten (Faktoren Wissen, Besitz, Biometrie; SMS nicht auf dem Anmeldegerät empfangen; mehrere zweite Faktoren hinterlegen; nicht deaktivieren; viele Dienste lassen 2FA standardmässig aus) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- BSI: Wie sicher und einfach sind Verfahren der Zwei-Faktor-Authentisierung? (SMS-, E-Mail-TAN und TOTP schützen nicht vor Echtzeit-Phishing, Passkeys sind phishing-resistent; Wiederherstellung mehrstufig gestalten) – abgerufen am 29. Oktober 2026
- FIDO Alliance: 7 Billion Passkeys and Counting (15.10.2026; rund 7 Mrd. Passkeys, über ein Drittel der Anmeldungen bei den 15 Diensten des Passkey Index, fast dreimal schneller, weniger erfolgreiche Phishing-Angriffe) – abgerufen am 29. Oktober 2026
Ali Cetinkaya ist Wirtschaftsinformatiker mit über 15 Jahren Erfahrung in IT und Online-Marketing. Für DealsScout wertet er Tarife, Tools und Deals aus – ehrlich, transparent und ohne Fachchinesisch.